Strahlenschutz als Gefahr für die Bevölkerung

07.09.2010

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Strahlenschutz als Gefahr für die Bevölkerung
Zeugnisse eines unqualifizierten Umgangs mit den Risiken des Mobilfunks


Die Kompetenzinitiative e. V. hat ein Gutachten über das Melatonin-Projekt des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) eingeholt. Zeitnah konnte sie auch ein Gerichtsurteil gegen ein Mobilfunk-Forum zugänglich machen. Beide Publikationen bezeugen einen unqualifizierten Umgang mit den Risiken des Mobilfunks.

Im Auftrag der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V. hat Prof. Adlkofer, einer der führenden Mobilfunkforscher, aber auch Spezialist auf dem Gebiet der Endokrinologie, ein Gutachten über das Melatonin-Projekt des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) erstellt. Es analysiert eines von fünf Einzelprojekten, die Prof. Alexander Lerchl im Rahmen des DMF durchgeführt hat - alle mit dem Ergebnis, dass zur Annahme ernstlicher Risiken des Mobilfunks und zur Senkung geltender Grenzwerte kein Anlass besteht. Am Beispiel der Melatonin-Studie kann Adlkofer zeigen, welchen Mischungen aus Unkenntnis und Manipulation sich das verharmlosende Ergebnis verdankt. Der Volltext des Gutachtens ist über die Internetseite von Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung nachzulesen (www.pandora-stiftung.eu ), eine gekürzte, um Kommentare ergänzte Version über die Internetseite der Kompetenzinitiative unter dem Link http://www.kompetenzinitiative.net/gesundheit/strahlenschutz-kommission/berichte/forschung-im-dienst-der-entwarnung.html.

Eine weitere Dokumentation macht das Urteil im Verleumdungsprozess Prof. Adlkofers gegen die Betreiberin des Mobilfunk-Forums des IZgMF zugänglich. (http://www.kompetenzinitiative.net/demokratie/recht/entscheidung-im-rechtstreit-adlkofer-vs-izgmf.html). Das Berliner Landgericht verurteilt den in einem anonymen Artikel des Forums vorgenommenen Vergleich Prof. Adlkofers mit dem inhaftierten koreanischen Klonfälscher Hwang als sachfremde und infame Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Doch das für seine Diffamierlust bekannte Forum hatte sich mit diesem und anderen Artikeln nur in den Dienst einer Kampagne Prof. Lerchls gestellt, die sich mit unbewiesenen Fälschungsbehauptungen gegen Erkenntnisse gentoxischer Wirkungen der Mobilfunkstrahlung und ihre Urheber richtet – darunter Prof. Adlkofer als Koordinator des internationalen REFLEX-Projekts. Eine ergänzende Dokumentation auf der Internetseite von Pandora zeigt, wie vielfältig die angeblich auf gefälschten Daten beruhenden gentoxischen Wirkungen der Strahlung inzwischen vom Fortgang der Forschung bestätigt worden sind (http://www.pandora-stiftung.eu/downloads/pandora_2010_stand-der-forschung.pdf).

Alle Dokumentationen zusammen bezeugen an den exemplarischen Differenzen zwischen den Professoren Adlkofer und Lerchl, wie weit die Ansichten vom aktuellen Stand der Erkenntnis und den Erfordernissen der Vorsorge heute auseinander gehen. Sie legen den Schluss nahe, dass Prof. Lerchl, Vorsitzender des Ausschusses für nicht-ionisierende Strahlung in der deutschen Strahlenschutzkommission, die Aufgaben seines Amtes offensichtlich missversteht, wenn er für die Mobilfunkindustrie unbequeme Erkenntnisse auf verschiedenen Wegen zu entsorgen versucht. Sie lassen aber auch fragen, was die politisch Verantwortlichen in Deutschland unter ‚Strahlenschutz’ verstehen, wenn sie Prof. Lerchl wegen besonderer Verdienste um die Risikoforschung in dieses Amt berufen haben.

Prof. Karl Richter, Dr. med. Kern, Uwe Dinger, Barbara Dohmen, Prof. Karl Hecht
Vorstand der Kompetenzinitiative e. V.

Pressekontakt: Prof. Karl Richter | E-Mail: karl.richter@kompetenzinitiative.netFax: 0049 (0)6894 889946 | T: 0049 (0)6894 87469 | www.kompetenzinitiative.net


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