Washington-Konferenz: Aufruf zur Unterstützung

Aktualisiert am 21.08.2009 (31.07.2009)

CONFERENCE ON CELL PHONES AND HEALTH:
SCIENCE AND PUBLIC POLICY QUESTIONS
WASHINGTON, USA 14-15.09.2009


Aufruf vom 31.07.2009

Washingtonkonferenz: Aufruf zur Unterstützung
Washington-Conference: An appeal to support

Aufruf

Am 14. und 15. September 2009 wird in Washington, USA, eine wissenschaftliche Tagung stattfinden, bei der über den Stand der Mobilfunkforschung und die sich daraus ergebenden politischen Konsequenzen beraten werden wird. Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft von Arlen Specter, langjähriger Senator von Pennsylvania, Mitglied des Rechtsausschusses im Senat und gleichzeitig einer der einflussreichsten Politiker der USA. CNN und andere Medien haben ihr Interesse bekundet, über die Veranstaltung zu berichten. Die Konferenz wird von Devra Lee Davis, Professor of Epidemiology an der University of Pittsburgh, und Christopher Portier, Director for Risk Assessment am National Institute of Environmental Health Sciences organisiert. Frau Prof. Davis ist die Autorin des internationalen Bestsellers THE SECRET HISTORY OF THE WAR ON CANCER (BASIC BOOKS, New York), in dem beschrieben wird, wie Industrie und Politik es im vergangenen Jahrhundert verstanden haben, ihre Gewinne auf Kosten der Gesundheit der Menschen zu maximieren.

Dem Organisationskomitee gehören gegenwärtig an:
Melissa Bondy, M D Anderson Cancer Center, Houston; David Servan-Schreiber, University of Pittsburgh, Pennsylvania; Siegal Sadetzki, Tel Aviv Medical University and Israel Radiation Protection Branch, Israel; Lennart Hardell, University Hospital, Orebro, Sweden; Devra Lee Davis, University of Pittsburgh, Pennsylvania; David Gee, European Environment Agency, Kopenhagen, Dänemark; Dariusz Leszczynski, STUK-Radiation and Nuclear Safety Authority, Helsinki, Finland; Christopher Portier, National Institute of Environmental Health Sciences, North Carolina; William Chambers, American Cancer Society, Atlanta, Georgia; Franz Adlkofer, Verum Foundation, Munich, Germany; Elizabeth Kelly, International Commission on Electromagnetic Safety, Venedig, Italien.

Überraschend mussten die Organisatoren der Konferenz in Washington zur Kenntnis nehmen, dass die ihnen bereits zugesagten Mittel für die Tagung nicht in vollem Umfang zur Verfügung gestellt werden können. Es steht zu befürchten, dass das Unternehmen im letzten Augenblick verhindert werden soll. Wenn wissenschaftliche Untersuchungen andeuten, dass eine hochprofitable Technologie die Ursache von Erkrankungen sein könnte, ist der Aufstand der Kritiker, die sich um ökonomische Interessen sorgen, regelmäßig vorprogrammiert. Um so erfreulicher ist, dass die Politik in den USA unter Präsident Obama bereit scheint, die Meinung unabhängiger Wissenschaftler bei der Gesetzgebung verstärkt zu berücksichtigen – dies im Gegensatz zu anderen Ländern.


Aufruf die Konferenz zu unterstützen

Die Kompetenzinitiative begründet ihr Eintreten für die Durchführung der Konferenz wie folgt:

Wenn die Konferenz in Washington aus finanziellen Gründen scheitern sollte, bedeutete dies, dass für die unabhängige Forschung eine Chance vertan ist, im politischen Raum gehört zu werden. Die Tagung ist von besonderer internationaler Bedeutung, weil sie Spitzenforscher der ganzen Welt zusammenführt und neuen Erkenntnissen die erforderliche öffentliche Aufmerksamkeit sichert. Ihre möglichen politischen und juristischen Auswirkungen sind bedeutsam weit über die USA hinaus. Denn wenn sich die Einstellung der amerikanischen Politik zu den diskutierten Risiken der Mobilfunkstrahlung ändert, können auch europäische Regierungen nicht weitermachen wie bisher, zumal auch das Europäische Parlament bereits ein Umdenken fordert. Auch wir Europäer haben also gute Gründe, das Vorhaben zu unterstützen!

Dem Zusammenwirken von politischer Macht und industrieller Finanzkraft mit gefälligen ‚Experten’ haben ‚Normalbürger’, Wissenschaftler oder Ärzte zunächst nichts entgegenzusetzen. Selbst die für die Durchführung der Konferenz in Washington noch fehlenden 25.000 EURO sind für uns ein Betrag, den aufzubringen uns schwer fällt. Nur wenn wir in großer Zahl übereinkommen, dass wir eine ehrlichere und zukunftsbewusstere Gesundheits- und Umweltpolitik wollen, können wir auch mit kleinen Beiträgen viel bewirken. Zugleich damit machen wir aber auch deutlich, dass wir die Rückkehr zu einem Demokratieverständnis fordern, das nicht durch ökonomische Interessen verformt worden ist.

Die Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie ist gegenwärtig an der Gründung einer Stiftung für unabhängige Forschung beteiligt. Deren Ziel ist die Beseitigung des Forschungsmonopols von Staat und Industrie, das in der Vergangenheit eher zur Verhinderung als zur Beschleunigung des Erkenntnisgewinns missbraucht wurde. Da sich der Vorgang dieser Gründung einschließlich Anerkennung der Gemeinnützigkeit noch eine Weile hinziehen wird, kommt die neue Institution noch nicht für die Unterstützung der September-Konferenz in Frage. Die als gemeinnützig anerkannte internationale Kompetenzinitiative e. V. hat in dieser Situation ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet, die die Ermöglichung dieser Konferenz zum Ziele haben.

Die Unterzeichner bitten hiermit alle, die sich durch dieses Schreiben angesprochen fühlen – ob als Mitbürger/innen, Kollegen/innen oder für Gesundheit und Umwelt engagierte Sponsoren –, im Rahmen des Machbaren durch eine Spende zum Gelingen des Vorhabens beizutragen. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Eventuelle Überschüsse würden als Spende an die neugegründete Stiftung für unabhängige Forschung überwiesen.


Kontoangaben

Kompetenzinitiative e.V.
Raiffeisenbank Kempten
BLZ: 733 699 02
Konto-Nr: 101020102
IBAN: DE86733699020101020102
BIC GENODEF1KM1
KENNWORT: Washingtonkonferenz



Programm
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